Wahlfälschungsverdacht in Düdingen: Ungewöhnliche Stimmzettel alarmieren Behörden
Gotthilf WellerWahlfälschungsverdacht in Düdingen: Ungewöhnliche Stimmzettel alarmieren Behörden
Behörden in Düdingen ermitteln wegen Verdachts auf Stimmensammlung nach Parlamentswahlen
Nach den Parlamentswahlen vom vergangenen Wochenende untersuchen die Behörden in Düdingen einen Verdachtsfall auf unzulässige Stimmensammlung (engl. ballot harvesting). Dutzende Wahlzettel mit ungewöhnlich ähnlicher Handschrift wurden während der Auszählung entdeckt, was Bedenken wegen Wahlfälschung weckte. Die Angelegenheit wurde inzwischen der Staatsanwaltschaft zur weiteren Prüfung übermittelt.
Die Unregelmäßigkeiten kamen am Sonntag ans Licht, als die Stimmen für den Gemeinderat – ein 50-köpfiges lokales Gremium – ausgezählt wurden. Mitarbeiter des Wahlamts bemerkten mehrere Stimmzettel, deren Schriftbild fast identisch wirkte. Sie informierten umgehend die Bezirksverwaltung der Region Sense.
Nach Schweizer Recht ist die organisierte Sammlung und Abgabe fremder Stimmen verboten. Artikel 282bis des Strafgesetzbuchs sieht für solche Verstöße Geldstrafen vor. Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen der Vorwürfe eingeleitet.
Die Ermittler prüfen nun, ob der mutmaßliche Betrug das Wahlergebnis beeinflusst haben könnte. Der Fall bleibt unter aktiver Untersuchung, während die Behörden weitere Beweise sammeln.
Sollte sich der Verdacht bestätigen, könnte das Ergebnis der Gemeinderatswahlen einer Überprüfung unterzogen werden. Die Staatsanwaltschaft wird dann entscheiden, ob Anklage wegen Wahlbetrugs erhoben wird. Die Bezirksverwaltung unterstützt unterdessen weiterhin die laufenden Ermittlungen.






