17 June 2026, 19:13

Warum P-Konten in Deutschland oft zum Problemkonto werden

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

Warum P-Konten in Deutschland oft zum Problemkonto werden

Deutschland kämpft mit wachsender Problematik bei Kontopfändungen

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Jeden Monat sind zwischen 300.000 und 350.000 Menschen in Deutschland von Kontopfändungen betroffen. Geschützte Konten, sogenannte P-Konten, sollen zwar einen grundlegenden Freibetrag von 1.560 Euro pro Monat sichern – doch die Probleme bleiben bestehen. Die Schuldenberatungs-Aktionswoche, die vom 15. bis 19. Juni unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ stattfindet, lenkt den Blick auf diese Herausforderungen.

Jeder Inhaber eines Girokontos kann die Umwandlung in ein P-Konto beantragen. Diese Änderung sollte bestehende Vertragsbedingungen wie Kontoführungsgebühren oder den Zugang zur Debitkarte nicht beeinflussen. Allerdings können Gemeinschaftskonten nicht automatisch umgestellt werden – hier wird zu frühzeitiger Beratung geraten, um Komplikationen zu vermeiden.

Ein P-Konto muss ausschließlich auf Guthabenbasis geführt werden, eine Überziehung ist nicht zulässig. Dennoch kommt es vor, dass Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen am Automaten selbst bei ausreichendem Kontostand abgelehnt werden. Die Diakonie Fürth berichtet von Fällen, in denen Banken die gesetzlichen Schutzvorschriften falsch anwenden, sodass Kontoinhaber keinen Zugang zu ihrem Geld haben.

Experten raten Nutzern von P-Konten, dringende Zahlungen wie Miete und Nebenkosten priorisiert zu tätigen. Von der Verwendung geschützter Gelder für Schuldenrückzahlungen wird abgeraten, um die Deckung der grundlegenden Lebenshaltungskosten zu gewährleisten.

Die Schuldenberatungs-Aktionswoche setzt sich mit den anhaltenden Problemen und praktischen Grenzen von P-Konten auseinander. Kontoinhaber müssen sich über ihre Rechte und die Einschränkungen geschützter Konten informieren. Eine sorgfältige Verwaltung kann helfen, den Zugang zu existenziellen Mitteln zu sichern – besonders in finanziell schwierigen Phasen.

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