Wie das EEG 2000 die deutsche Solarindustrie revolutionierte – und ein Pionier seit 1979 dabei war
Frauke MansWie das EEG 2000 die deutsche Solarindustrie revolutionierte – und ein Pionier seit 1979 dabei war
Am 1. April 2000 trat das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Es revolutionierte die Solarindustrie des Landes und schuf einen globalen Markt für Photovoltaikanlagen. Einer der frühen Pioniere, Gerhard Weiße, baute bereits seit 1979 Solarsysteme.
Gerhard Weiße startete seine Karriere in der Solarbranche vor über vier Jahrzehnten. 1996 installierte er eine 1,1-Kilowatt-Anlage für einen Biolandbetrieb in Trostberg. Die Anlage kostete damals rund 11.000 D-Mark und ist bis heute in Betrieb. Sein Unternehmen, Solar-Partner Süd, setzte anfangs auf Module von Isofoton, Kyocera und Solarworld sowie auf Wechselrichter von SMA und Kaco.
Das EEG verhalf seinem Geschäft zu einem deutlichen Aufschwung. Durch die Einführung von Einspeisevergütungen förderte es die flächendeckende Nutzung von Solarstrom. 2001 und erneut 2012 bestätigte der Europäische Gerichtshof, dass diese Vergütungen keine staatliche Beihilfe darstellten. Der Erfolg des Gesetzes löste einen weltweiten Boom bei Photovoltaikanlagen aus.
2021 senkte die Bundesregierung die EEG-Umlage auf die Strompreise mithilfe öffentlicher Mittel. Im folgenden Jahr wurde die Umlage vollständig abgeschafft. Diese Entwicklung gab der EU größeren Einfluss auf die künftige Ausrichtung des EEG.
Das EEG prägte die Energiepolitik neu und beschleunigte das Wachstum der Solarindustrie. Gerhard Weißes langjährige Solaranlage produziert noch heute Strom. Zwar haben sich die finanziellen Mechanismen des Gesetzes weiterentwickelt, doch seine Bedeutung für die erneuerbaren Energien bleibt ungebrochen.






