Wohnungsverband fordert Reform: Mieterhöhungen bei Sanierungen belasten Geringverdiener zu stark
Raissa LangernWohnungsverband fordert Reform: Mieterhöhungen bei Sanierungen belasten Geringverdiener zu stark
Axel Gedaschko, Präsident eines großen Wohnungsverbands, hat die aktuellen Regeln für Mieterhöhungen bei klimafreundlichen Sanierungen scharf kritisiert. Er wirft dem System vor, einkommensschwache Mieter unzumutbar zu belasten, die die zusätzlichen Kosten oft kaum tragen können.
Nach geltendem Recht dürfen Vermieter die vollen Kosten für energetische Modernisierungen gleichmäßig auf die Mieter umlegen. Gedaschko argumentiert, dass dieses Vorgehen Einkommensunterschiede ignoriert und Haushalte mit geringen finanziellen Spielräumen übermäßig unter Druck setzt.
Stattdessen schlägt er ein gestaffeltes Modell vor, bei dem einkommensstärkere Mieter einen größeren Anteil der Modernisierungskosten tragen. Durch eine einkommensabhängige Verteilung könnten laut dem Wohnungsbau-Experten die finanziellen Belastungen für sozial schwache Haushalte verringert werden.
Gedaschko forderte die Regierungskoalition auf, zügig zu handeln. Ohne Reformen drohe der ökologische Umbau des Wohnungsbestands die Ungleichheit unter Mietern weiter zu verschärfen, warnte er. Seine Forderung kommt zu einer Zeit, in der energetische Sanierungen immer häufiger werden. Sollte sein Vorschlag umgesetzt werden, würden wohlhabendere Mieter stärker zur Kasse gebeten, während Geringverdiener entlastet würden. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu den Reformplänen geäußert.






