Bayern stoppt das 49-Euro-Ticket – Start verschiebt sich auf März 2023
Gotthilf WellerBayern stoppt das 49-Euro-Ticket – Start verschiebt sich auf März 2023
Bayern blockiert Start des 49-Euro-Deutschlandtickets im Januar 2023
Bayern weigert sich, am geplanten Start des 49-Euro-Deutschlandtickets zum 1. Januar 2023 teilzunehmen. Der Verkehrsminister des Freistaats hält den Preis für zu niedrig und fordert klarere Regeln zur Finanzierung. Die Verzögerung lässt Pendler weiter auf günstigere Fahroptionen warten.
Das Deutschlandticket sollte ursprünglich ab dem 1. Januar bundesweites Fahren für 49 Euro im Monat ermöglichen. Doch Bayern, regiert von der CSU, hat die Einführung blockiert – der Start verschiebt sich damit auf den 1. März.
Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) argumentiert, der Preis von 49 Euro sei unrealistisch niedrig. Zudem bestehe er darauf, dass Bund und Länder die jährlichen Kosten von drei Milliarden Euro je zur Hälfte tragen müssten. Ohne diese Zusage werde Bayern nicht mitmachen.
Kritik kommt vor allem von der Opposition. Kerstin Celina, Grünen-Abgeordnete im bayerischen Landtag, wirft der CSU vor, die Einführung des Tickets bewusst zu verzögern. Die Blockade schade Pendlern, die monatlich bis zu 171 Euro sparen könnten – etwa auf der Strecke Würzburg–Schweinfurt, wo ein MonatsTicket derzeit 220 Euro kostet.
Doch nicht nur die Finanzierung ist strittig: Wichtige Details sind noch ungeklärt, etwa wie das Ticket den Schülerverkehr oder regionale Angebote beeinflussen wird.
Das Deutschlandticket soll nun am 1. März starten. Pendler in den teilnehmenden Bundesländern können dann für 49 Euro bundesweit fahren – doch Bayerns Boykott sorgt für Unsicherheit. Zwar haben sich Bund und Länder grundlegend auf eine Kostenbeteiligung geeinigt, doch offene Fragen könnten weitere Verzögerungen nach sich ziehen.






