17 April 2026, 14:39

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Krippe in einer Kirche mit Statuen auf dem Boden, einem Tisch mit einer Decke und Kerzenständern, Stühlen, einem geschmückten Weihnachtsbaum und einer Wand im Hintergrund.

Nationaler Krippentag: Wie eine uralte Tradition bis heute überlebt

Deutschland feiert jedes Jahr am 7. Dezember den Nationalen Krippentag. Das Fest würdigt eine Tradition, die sich über Jahrhunderte erstreckt – von frühen christlichen Darstellungen bis zu modernen Weihnachtskrippe in Haushalten. Sven Giese, Gründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt", schuf diesen Anlass, um den fortwährenden Brauch zu ehren.

Die ältesten Abbildungen der Geburt Jesu waren schlicht: Sie zeigten lediglich ein Kind, einen Ochsen und einen Esel. Ab dem 17. Jahrhundert verbreiteten sich Krippendarstellungen in bayerischen Kirchen und wurden mit der Zeit immer detailreicher.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen zusätzliche Figuren hinzu – Hirten, Engel und die Heiligen Drei Könige. Doch 1802 führte die Säkularisierung zu einem Verbot von Krippen in Kirchen. Dadurch verlagerten sich die Darstellungen in private Haushalte, parallel zum aufkommenden Trend der Weihnachtsbäume im 19. Jahrhundert.

Die günstige Massenproduktion von Krippenfiguren machte sie später in diesem Jahrhundert für viele erschwinglich. Heute hängt der Erhalt aufwendiger Krippen vor allem von privaten Sammlern und engagierten Krippenbauvereinen ab.

Der Nationale Krippentag lenkt die Aufmerksamkeit auf einen Brauch, der sich von Kirchenaltären in Wohnzimmer verlagert hat. Das Fest stellt sicher, dass die Tradition sichtbar bleibt – auch wenn sich ihre Formen und Orte weiterwandeln. Private Initiativen spielen dabei eine entscheidende Rolle, um das Handwerk lebendig zu halten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle