Dr. Oetker unter Shrinkflation-Verdacht: Käsekrümel-Backmischung schrumpft um die Hälfte
Gotthilf WellerDr. Oetker unter Shrinkflation-Verdacht: Käsekrümel-Backmischung schrumpft um die Hälfte
Verbraucherzentrale Hamburg kürt Dr. Oetkers "Käsekrümel-Backmischung" zur "Täuschende Verpackung des Monats"
Die neueste Verpackungsüberarbeitung des Produkts hat scharfe Kritik ausgelöst – Vorwürfe der Shrinkflation stehen im Raum. Trotz eines Versprechens auf mehr Transparenz zu Beginn des Jahres hat das Unternehmen die Änderungen nicht deutlich auf der Verpackung kenntlich gemacht.
Die Backmischung wiegt nun nur noch 370 Gramm, zuvor waren es 730 Gramm. Zwar sank der Preis leicht von 3,99 Euro auf 3,79 Euro, doch zahlen Verbraucher:innen damit fast das Doppelte pro Kilogramm. Das Rezept selbst blieb weitgehend unverändert; lediglich die Mengenangaben für zusätzliche Zutaten wurden minimal angepasst, um die kleinere Packungsgröße auszugleichen.
Auch die Portionierung wurde geändert: Statt wie bisher 12 runde Scheiben erhalten Kund:innen nun 8 rechteckige Stücke. Jede Scheibe wiegt etwa 109 Gramm (zuvor: 145 Gramm). Obwohl die neuen Stücke optisch kleiner wirken und weniger Kalorien pro Stück versprechen, enthalten sie tatsächlich mehr Fett und Kalorien als die ursprüngliche Variante.
Dr. Oetker bewirbt das Produkt als "klassisch neu interpretiert". Die Verbraucherzentrale Hamburg sieht darin jedoch ein klasses Beispiel für Shrinkflation – Verbraucher:innen erhalten weniger Produkt für nahezu denselben Preis.
Auf der Verpackung der Käsekrümel-Backmischung findet sich kein Hinweis auf die reduzierte Füllmenge oder die geänderten Portionsgrößen. Diese Unterlassung ist umso bemerkenswerter, als Dr. Oetker sich zuvor zu einer transparenteren Kommunikation bei Produktänderungen verpflichtet hatte. Verbraucher:innen zahlen nun mehr pro Kilogramm, erhalten weniger Inhalt – und werden über die Anpassungen nicht informiert.






