Erich März – der unkonventionelle Macher hinter dem Mythos TSV 1860 München

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Ein Sportler posiert für ein Foto, trägt ein Trikot mit verschiedenen Sponsorennamen.

Erich März – der unkonventionelle Macher hinter dem Mythos TSV 1860 München

Erich März, eine schillernde und einflussreiche Persönlichkeit in der Geschichte des TSV 1860 München, ist im Alter von 74 Jahren verstorben. Bekannt für sein kühnes Marketing und sein exzellentes Netzwerk, spielte er in den wilden, ambitionierten 1960er-Jahren des Vereins eine zentrale Rolle. Obwohl er nie einen offiziellen Titel innehatte, prägte März das Image des Clubs durch seine PR-Arbeit und kommerziellen Initiativen maßgeblich.

In den 1960er-Jahren, als das Sportmarketing noch in den Kinderschuhen steckte, übernahm März die Vermarktung der Merchandising-Rechte des TSV 1860 München. Mit selbstbewusstem Auftreten knüpfte er enge Kontakte zu Sponsoren, Geschäftspartnern und Medienvertretern. Der Verein hatte ihm die Verantwortung für PR und Merchandising übertragen – eine Chance, die er nutzte, um die kommerzielle Reichweite des Clubs deutlich auszubauen.

Eine seiner meistdiskutierten Ideen war Toilettenpapier mit dem 1860-Logo – ein Produkt, das zwar hergestellt, aber nie auf den Markt gebracht wurde. Seine Methoden waren oft unkonventionell und brachten ihm den Ruf eines raubeinigen Machers ein. Doch seine Netzwerkfähigkeiten waren unbestritten: März pflegte Kontakte zu Fußballlegenden wie Franz Beckenbauer und Pelé. Er blühte in einer Ära auf, in der der Verein nach dem Aufstieg in die Bundesliga große Träume hegte. Sein Einfluss ging weit über formale Positionen hinaus, denn unermüdlich arbeitete er daran, das öffentliche Bild des Clubs zu gestalten und zu kontrollieren.

März hinterlässt ein Erbe, das eng mit der waghalstvollsten Phase des TSV 1860 München verbunden ist. Seine Marketingideen und sein unermüdliches Netzwerken halfen dabei, die kommerzielle Identität des Vereins in den frühen Bundesliga-Jahren zu prägen. Die Wirkung seines Schaffens bleibt ein bemerkenswertes Kapitel in der Clubgeschichte.

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