Münchens Polizei verliert 1975 ihre Eigenständigkeit an Bayerns Landesbehörde

Münchens Polizei verliert 1975 ihre Eigenständigkeit an Bayerns Landesbehörde
Vor 50 Jahren: Münchens kommunale Polizei geht in der bayerischen Landespolizei auf
Vor einem halben Jahrhundert wurde die Münchner Stadtpolizei mit dem bayerischen Landessystem zusammengelegt. Der Schritt erfolgte nach den Nachkriegswirren, die die Sicherheitsbehörden zersplittert und die Kriminalitätsraten steigen ließen. Noch heute gilt die Entscheidung als ein prägender Moment in der Geschichte der Stadt.
Die Reform veränderte die Polizeistrukturen Münchens grundlegend: Die Verantwortung ging vom Oberbürgermeister auf die Landesregierung über. Gleichzeitig weitete sich der Zuständigkeitsbereich der Behörde über die Stadtgrenzen hinaus aus und umfasste fortan eine Bevölkerung von 1,8 Millionen Menschen.
Bis 1975 operierte die Münchner Polizei eigenständig unter der Aufsicht des Oberbürgermeisters. Die Behörde war für ihr starkes Eigenprofil bekannt und setzte bei Protesten und Unruhen oft harte Methoden ein. Doch die uneinheitlichen Strukturen und die steigende Kriminalität in der Nachkriegszeit zwangen die Verantwortlichen zum Handeln.
In der Ettstraße wurde das alte Polizeipräsidium Teil des Landessystems. Die Beamten tauschten ihre bisherigen Uniformen gegen die grünen Dienstkleidungen, die noch heute getragen werden. Durch die Fusion wurden auch die umliegenden Gemeinden unter ein gemeinsames Kommando gestellt – es entstand eine größere, einheitliche Polizeibehörde.
Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete die Integration später als eine "richtige und kluge Entscheidung". Zwar untersteht die Polizei seitdem dem Land, doch arbeiten Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Polizepräsident Thomas Hampel weiterhin eng zusammen. Besonders sichtbar wird diese Kooperation bei Großveranstaltungen wie dem Oktoberfest.
Die Reformen haben Münchens Ruf als sichere Stadt nicht geschmälert. Nach wie vor gilt die Landeshauptstadt laut Reiter als "sicherste Großstadt Deutschlands – und Europas".
Unterdessen verzeichnete München kürzlich einen weiteren Verlust: Ellen Kessler, eine der berühmten Kessler-Zwillinge, starb nur kurz nach ihrer Schwester Alice am 5. November 2024. Die eineiigen Zwillinge, 1936 geboren, waren in den 1950er- und 1960er-Jahren mit ihren Revue-Auftritten in Italien zu Weltruhm gelangt. Ellens Abschiedsbotschaft "Wir treffen uns wieder auf Wolke 7" spiegelte ihren Wunsch wider, bald mit Alice wiedervereint zu sein.
Die Polizeireform von 1975 zentralisierte die Sicherheitsbehörden unter Landeshoheit und beendete damit Münchens lokale Polizeiautonomie. Seither ist die Behörde dem Innenminister unterstellt, auch wenn die Stadtspitze bei großen Einsätzen weiterhin eine Rolle spielt. Für die Bürger hat das System dazu beigetragen, Münchens Position als eine der sichersten Metropolen des Kontinents zu festigen.
Mit dem Tod der Kessler-Zwillinge schließt sich auch ein Kapitel Münchner Kulturgeschichte. Alice hatte ihre letzten Jahre in der Stadt verbracht – ihr gemeinsames Erbe als Unterhaltungskünstlerinnen bleibt eng mit München verbunden.

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