Mütterrente 2027: Millionen Eltern erhalten mehr Rente durch neue Reform
Arnd JunckenMütterrente 2027: Millionen Eltern erhalten mehr Rente durch neue Reform
2027 steht die dritte Ausbaustufe der Mütterrente an – Millionen Eltern sollen profitieren
Ab 2027 wird die Mütterrente in einer dritten Phase erweitert, um Millionen Eltern besser abzusichern. Die Reform gleicht die Rentenansprüche für Kindererziehungszeiten an und kommt insbesondere Müttern von vor 1992 geborenen Kindern zugute. Nach Schätzungen der Behörden werden die Änderungen jährlich rund fünf Milliarden Euro kosten, sollen aber das Risiko von Altersarmut bei Frauen deutlich verringern.
Die Mütterrente gewährt Eltern Rentenpunkte für die Zeit, in der sie Kinder erzogen haben. Bisher erhalten Eltern mit Kindern, die 1992 oder später geboren wurden, bis zu drei Jahre Anrechnungszeit pro Kind. Bei vor 1992 geborenen Kindern sind es jedoch nur 2,5 Jahre – ein Ungleichgewicht, das die Reform nun ausgleichen wird.
Mit der Mütterrente III, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt, wird die Anrechnungsdauer für alle Eltern vereinheitlicht, unabhängig vom Geburtsjahr des Kindes. Die ersten Auszahlungen nach den neuen Regeln könnten ab 2028 erfolgen. Die monatliche Leistung hängt von den angerechneten Rentenpunkten ab, multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert, der im Juli 2024 bei 40,79 Euro liegt.
Studien zeigen, dass die Mütterrente eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung von Altersarmut unter Frauen spielt. Ohne sie würde das Armutsrisiko bei Rentnerinnen um über 14 Prozent steigen. Die ärmsten 20 Prozent der Rentnerinnen hätten zudem ohne diese Anrechnungen ein um 8 Prozent geringeres Einkommen.
Besonders begünstigt von der Reform werden geschiedene Eltern und Familien mit mehreren Kindern sein. Die Neuregelung zielt darauf ab, die langfristige finanzielle Sicherheit von Gruppen zu stärken, die historisch ein höheres Risiko für Altersarmut tragen.
Die Erweiterung der Mütterrente bringt Entlastung für Millionen – vor allem für Mütter mit vor 1992 geborenen Kindern. Ab 2028 sollen die einheitlichen Anrechnungszeiten Lücken in den Rentenansprüchen schließen. Die jährlichen Investitionen von fünf Milliarden Euro sollen gerechtere Alterseinkommen über die Generationen hinweg sichern.






