Wie Unterhaching ohne Sport zum Börsenstar wurde – und dann wieder verschwand
Wie Unterhaching ohne Sport zum Börsenstar wurde – und dann wieder verschwand
SpVgg Unterhaching: Vom Provinzverein zur Börsen-Sensation
Der kleine deutsche Fußballverein SpVgg Unterhaching wurde 2019 für kurze Zeit zu einem Online-Handelsphänomen. Innerhalb weniger Tage schnellte der Aktienkurs um 400 Prozent in die Höhe – angetrieben von einer koordinierten Kaufwelle. Das plötzliche Interesse flammte auf, obwohl der Klub gerade erst aus der dritten Liga abgestiegen war – sportliche Erfolge hatten damit nichts zu tun.
Erstmals Schlagzeilen machte Unterhaching im Jahr 2000, als der Verein Bayer Leverkusen besiegte und damit indirekt Bayern München die Meisterschaft in der Bundesliga sicherte. Fast zwei Jahrzehnte später wagte der Provinzklub einen ungewöhnlichen Schritt: 2019 ging er unter der Wertpapierkennnummer A2TR91 an die Börse. Damit schaffte es der Verein sogar auf die Forbes-Liste – eine überraschende Ehre für einen unterklassigen Fußballclub.
Die Handelsvolumina überstiegen zeitweise sogar die großer Konzerne, und der Klub avancierte zum Internet-Hype. Anders als beim von WallStreetBets vorangetriebenen GameStop-Boom 2021 steckte hinter dem Kursanstieg jedoch keine organisierte Reddit-Gruppe. Stattdessen strömten unzählige Einzelanleger in die Aktie und trieben den Kurs auf rekordverdächtige Höhen. Unterhachings Geschichte ist Teil eines größeren Trends: Immer mehr Fußballvereine experimentieren mit Börsengängen. Juventus, einst an der Mailänder Börse gelistet, zählte in den frühen 2000er-Jahren sogar Muammar al-Gaddafi zu seinen Aktionären. Borussia Dortmund, der erste deutsche Klub mit Börsennotierung, geriet nach dem Gang an die Börse in finanzielle Turbulenzen. Andere Vereine wie Tottenham Hotspur oder Aston Villa stiegen später wieder aus oder verschwanden komplett von den Handelsplätzen.
Die Aufsichtsbehörden beobachten die Volatilität im Fußballsektor mit wachsender Sorge. 2020 verbot Großbritannien Leerverkäufe auf Aktien bestimmter Fußballclubs. Die Risiken zeigten sich bereits 2017, als ein Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus von Borussia Dortmund mit einem gescheiterten Plan in Verbindung gebracht wurde, durch einen Kurssturz der Klubaktie Profit zu schlagen.
Der Handelssog um Unterhaching 2019 unterstrich die unberechenbare Mischung aus Fußball, Finanzmärkten und Online-Spekulation. Zwar war der Aktienboom nur von kurzer Dauer, doch hinterließ er bei Regulierern und Anlegern Spuren. Viele Vereine, die einst an der Börse notiert waren, haben sich mittlerweile zurückgezogen – nur noch eine Handvoll ist heute gelistet.
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