600 Passagiere stecken stundenlang in Flugzeugen am Flughafen München fest

Arnd Juncken
Arnd Juncken
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Ein großes Passagierflugzeug auf der Rollbahn.Arnd Juncken

600 Passagiere stecken stundenlang in Flugzeugen am Flughafen München fest

Starker Schneefall und nächtliches Flugverbot: 600 Passagiere saßen stundenlang in Maschinen am Flughafen München fest

Heftige Schneefälle und ein nächtliches Start- und Landeverbot zwangen rund 600 Reisende, die Nacht in sechs Flugzeugen auf dem Flughafen München zu verbringen. Die qualvolle Wartezeit zog sich bis in die frühen Morgenstunden hin, da die Passagiere nicht in der Lage waren, das Terminal zu erreichen. Airlines und Flughafenpersonal kämpften vergeblich um eine Lösung – viele Betroffene zeigten sich verärgert über die ausbleibende Hilfe.

Da keine Busse organisiert werden konnten, um die Passagiere zurück zum Terminal zu bringen, blieben sie auf ihren Sitzen gefangen. Ein Fußmarsch über die verschneite Rollbahn wurde als zu gefährlich eingestuft, sodass ihnen keine Möglichkeit blieb, die Maschinen zu verlassen. Trotz der unangenehmen Umstände blieben die meisten ruhig und vermieden größere Proteste, die möglicherweise eine schnellere Reaktion erzwungen hätten.

Am 25. Februar 2026 entschuldigte sich ein Sprecher des Flughafens München für den Vorfall und betonte, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Passagiere bestanden habe. Die Lufthansa bezeichnete die Situation zunächst als "Unannehmlichkeit" – eine Aussage, die von einem Kommentator der Bild-Zeitung scharf kritisiert wurde. Später revidierte die Airline ihre Stellungnahme, erklärte sich "aufrichtig entschuldigt" und kündigte Entschädigungen für die betroffenen Reisenden an.

Die Oberbayrische Polizei hat mittlerweile einen Bericht für die Staatsanwaltschaft erstellt, was mögliche juristische Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Bisher haben weder die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) noch die Staatsanwaltschaft München öffentlich zu möglichen Folgen für die Verantwortlichen Stellung genommen.

Klimaktivisten der Gruppe Letzte Generation deuteten den Vorfall als eine Art "Vergeltung" für die Umweltbelastung durch den Flugverkehr. Ihre Äußerungen heizten die ohnehin angespannte Stimmung weiter an.

Erst nach stundenlanger Wartezeit durften die gestrandeten Passagiere die Flugzeuge verlassen. Weder die Entschädigungszusagen der Lufthansa noch die Sicherheitsbeteuerungen des Flughafens konnten die unmittelbare Verärgerung lindern. Da die Staatsanwaltschaft den Fall nun prüft, könnte der Vorfall zu einer Überprüfung der Notfallprotokolle am Flughafen führen.

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