Versicherer bauen Stellen ab – doch Ergo setzt auf Umschulung statt Entlassung

Raissa Langern
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Ein altes Buch mit dem Titel "Beschreibung und Verwendung der Nairneschen elektrischen Maschine mit einigen philosophischen Experimenten und medizinischen Beobachtungen" liegt auf und zeigt eine textgefüllte Seite.Raissa Langern

Versicherer bauen Stellen ab – doch Ergo setzt auf Umschulung statt Entlassung

Große Versicherungskonzerne gestalten ihre Belegschaften im Zuge der beschleunigten digitalen Transformation um. Die Ergo Versicherung hat bekannt gegeben, in den nächsten fünf Jahren Stellen abzubauen – vor allem in Bereichen mit repetitiven Tätigkeiten wie Telefondienst und Schadensabwicklung. Gleichzeitig will das Unternehmen hunderte Mitarbeiter für wachsende Geschäftsbereiche wie die Altersvorsorge umschulen.

Auch die ING Groep NV streicht fast 1.000 Stellen, getrieben durch den Einsatz von KI und veränderte Kundenerwartungen. Branchenführer wie Allianz SE und München Re prüfen ebenfalls Kostensenkungsmaßnahmen durch Automatisierung und effizientere Abläufe.

Die Ergo Versicherung, die in Deutschland derzeit zwischen 15.000 und 17.000 Beschäftigte zählt, wird bis 2030 Stellen mit einfachen, repetitiven Aufgaben schrittweise abbauen. Betroffen sind vor allem die Bereiche Telefondienst und Schadensbearbeitung. Zwangsentlassungen schließt das Unternehmen jedoch aus und bietet stattdessen bis zu 500 Mitarbeitern Umschulungen an. Diese sollen in wachsende Segmente wie die Altersvorsorge wechseln.

Die Maßnahmen spiegeln einen branchenweiten Trend wider: Die ING Groep NV reduziert nahezu 1.000 Arbeitsplätze und begründet dies mit der Digitalisierung und sich wandelndem Kundenverhalten. Die Allianz SE wiederum untersucht, wie KI den künftigen Personalbedarf verringern könnte. Auch die München Re strukturiert sich um und strebt bis 2030 jährliche Einsparungen von rund 600 Millionen Euro an – durch weniger Komplexität und höhere Effizienz.

Ergos Vorgehen unterscheidet sich von klassischen Entlassungswellen: Statt Stellen einfach zu streichen, setzt das Unternehmen auf interne Umverteilung. Diese Strategie unterstreicht den wachsenden Fokus auf Weiterqualifizierung statt auf reine Personalabbauprogramme.

Die Versicherungsbranche passt sich an Automatisierung und veränderte Marktbedingungen an. Während Ergo 500 Mitarbeitern durch Umschulungen den Wechsel in neue Aufgaben ermöglicht, setzen ING, Allianz und München Re auf technologische Lösungen zur Kostensenkung. Diese Anpassungen deuten auf einen langfristigen Wandel hin, wie Finanzdienstleister ihre Belegschaften steuern.

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