Steuern sparen bis Jahresende: Diese Tricks lohnen sich noch 2024
Mit diesen Tipps können Sie noch Steuern sparen bis zum Jahresende - Steuern sparen bis Jahresende: Diese Tricks lohnen sich noch 2024
Das Jahresende naht, und Steuerzahler in Deutschland haben noch Zeit, ihre Steuerlast zu verringern. Mit verschiedenen Strategien – vom Bündeln von Ausgaben bis zur Überprüfung von Steuerfreibeträgen – lassen sich bis zum 31. Dezember Kosten sparen. Selbst wer keine Steuererklärung abgeben muss, kann von einer freiwilligen Abgabe profitieren.
Arbeitnehmer mit hohen beruflichen Ausgaben sollten bis zum 30. November aktiv werden. Liegen die Kosten über 600 Euro pro Jahr oder summieren sich die berufsbedingten Ausgaben auf mindestens 1.830 Euro, kann ein Antrag auf Lohnsteuerermäßigung die monatlichen Abzüge verringern. Auch das Bündeln von Ausgaben wie Fachliteratur, Berufskleidung oder Umzugskosten bis zum 31. Dezember lohnt sich. Jeder Betrag, der den Freibetrag von 1.230 Euro übersteigt, mindert das zu versteuernde Einkommen.
Für Anleger ist es wichtig, die Freistellungsaufträge bei ihren Banken zu prüfen. Wer bis zum 15. Dezember einen Verlustbescheid beantragt, kann Verluste mit Kapitalerträgen verrechnen. Geringverdiener mit größerem Vermögen sollten ihren Nichtveranlagungsbescheid überprüfen, um unnötige Abgaben auf Kapitalerträge zu vermeiden.
Verheiratete Paare, die im nächsten Jahr mit Einkommensänderungen rechnen, können durch einen Wechsel der Steuerklasse sparen. Alleinstehende Arbeitnehmer und Paare in Steuerklasse IV sind zwar nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet – doch eine freiwillige Erklärung kann dennoch zu Rückerstattungen führen.
Hauseigentümer können 20 Prozent der Arbeits- und Fahrtkosten für Handwerkerleistungen von der Steuer absetzen, sofern die Rechnung noch in diesem Jahr gestellt wird. Auch Krankheitskosten zählen als außergewöhnliche Belastungen – allerdings erst, nachdem sie die individuelle "zumutbare Belastungsgrenze" überschreiten. Wer Fortbildungskosten für 2025 bereits jetzt begleichen lässt, könnte damit den Freibetrag überschreiten.
Fallen die Ausgaben unter die 1.230-Euro-Grenze, kann es sinnvoller sein, sie auf 2026 zu verschieben. Offizielle Daten dazu, wie viele Steuerzahler 2024 einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung gestellt oder welche Ausgabenposten am häufigsten geltend gemacht wurden, liegen nicht vor.
Angesichts der nahenden Fristen haben Steuerzahler verschiedene Möglichkeiten, ihre Abgaben zu senken. Durch die Überprüfung von Freibeträgen, das Bündeln von Ausgaben und den richtigen Zahlungszeitpunkt lassen sich erhebliche Ersparnisse erzielen. Wer unsicher ist, ob er anspruchsberechtigt ist, sollte sich bis Jahresende an einen Steuerberater wenden.
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